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Flurneuordnung Illingen

Allgemeines sowie Meinungsumfrage und Ergebnis zum Thema Flurneuordnung in Illingen

 

Flurneuordnung Illingen
 

Schon seit einiger Zeit wird in der Gemeinde Illingen über ein mögliches Flurneuordnungsverfahren nachgedacht. Um ein objektives Bild von der Meinung der Grundstückseigentümer zu erhalten, bereitet das Amt für Vermessung und Flurneuordnung beim Landratsamt Enzkreis gerade eine Meinungsumfrage vor.

 

Die rund 850 Eigentümer der möglicherweise von einer Flurneuordnung betroffenen Grundstücke in Illingen (nicht: Schützingen) werden ab nächster Woche ein Schreiben der Behörde erhalten. Darin wird mit einem Flyer über Ziele, Auswirkungen und Finanzierung eines etwaigen Flurneuordnungsverfahrens informiert. Dem Schreiben ist außerdem ein Stimmzettel beigefügt, mit dem die Grundstückseigentümer dem Amt für Vermessung und Flurneuordnung bis zum 18. April Rückmeldung geben können.

 

Dabei ist zu beachten, dass sich - unabhängig von der Anzahl an Grundstücken oder Grundbüchern - jeder Alleineigentümer und jede Eigentümergemeinschaft (Miteigentum, Gütergemeinschaft, Erbengemeinschaft etc.) nur einmal an der Umfrage beteiligen kann. Jeder Alleineigentümer und jede Eigentümergemeinschaft erhält daher nur ein Anschreiben mit einem Antwortschein. Wer nicht Alleineigentümer ist, sollte sich deshalb mit den Miteigentümern absprechen.

 

Die Ermittlung der Grundstückseigentümer wurde in einem für die Umfrage vertretbaren Aufwand betrieben. Aber nicht alle aus dem Grundbuch erhobenen Eigentumsverhältnisse entsprechen dem aktuellen Stand, weil es zum Beispiel vorkommt, dass bei einem Todesfall der Erbe keine Berichtigung beantragt hat.

 

Ein Informationsflyer zum Thema Flurneuordnung in Illingen finden Sie hier.

 

Es ist vorgesehen, dass der Gemeinderat am 10.05.2017 in öffentlicher Sitzung in der Stromberghalle über die Antragstellung für das Flurneuordnungverfahren entscheidet.

 

Nachfolgend finden Sie:

  • Pressemitteilung des Enzkreises zur Befragung Flurneuordnung Illingen
  • Bericht des Enzkreises zur Flurneuordnung
  • Abstimmungsergebnis der Befragung

 


PRESSEMITTEILUNG des Enzkreises

Geplante Flurneuordnung in Illingen: Befragung mit hoher
Beteiligung und ohne eindeutiges Ergebnis
ILLINGEN/ENZKREIS.
121 Eigentümer haben mit „Ja“ gestimmt, 326 mit „Nein“ – doch das Ergebnis der Befragung zu einer möglichen Flurneuordnung in Illingen ist weniger eindeutig, als die Zahlen nahelegen: „386 Grundstücksbesitzer haben den Fragebogen nicht zurückgeschickt“, berichtet Dr. Hilde Neidhardt, zuständige Dezernentin beim Landratsamt Enzkreis. „Wir hatten im Begleitbrief darauf hingewiesen, dass wir bei fehlender Rückmeldung davon ausgehen, dass der Betreffende keine grundsätzlichen Einwände gegen ein solches Verfahren hat. Deshalb ergebe sich rechnerisch eine
Zustimmungsquote von knapp 59 Prozent.
 
Auch bei einer differenzierteren Auswertung wird das Ergebnis nicht eindeutiger: Insgesamt umfasst das mögliche Gebiet einer Flurneuordnung auf Gemarkung Illingen 647 Hektar. Die
Eigentümer, die ihre Zustimmung ausdrücklich oder durch Nicht-Teilnahme erklärten, besitzen 410 Hektar oder 63 Prozent der Fläche.
 
Auch bei der räumlichen Verteilung ist nicht erkennbar, dass die Nein-Stimmen aus speziellen örtlichen Bereichen kämen. Selbst die 20 Landwirte, die mehr als fünf Hektar Land bewirtschaften, sprechen nicht mit einer Stimme: 8 von ihnen haben mit „Nein“ gestimmt, 6 mit „Ja“, weitere 6

haben den Fragebogen nicht zurück geschickt.

 

„Wir haben in den letzten Wochen gemerkt, dass das Thema bei der Bevölkerung auf außerordentlich großes Interesse gestoßen ist“, fasst Hilde Neidhardt ihren Eindruck zusammen.

Mit einem Flyer informierte das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt über das Vorhaben; bei mehreren Infotagen konnten die Betroffenen direkt ihre Fragen und Bedenken äußern. „Der Illinger Gemeinderat wird sich nun in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am 10. Mai 2017 mit dem

Ergebnis befassen“, beschreibt Neidhardt den weiteren Ablauf. „Nach dem Eindruck der vergangenen Wochen gehen wir davon aus, dass die Mehrheit der Eigentümer einem Verfahren

positiv gegenübersteht, lautstark geäußert haben sich bisher allerdings eher die Gegner eines solchen Verfahrens“, fasst Neidhardt ihren Eindruck zusammen.

 

Sollte sich die Gemeinde Illingen auf der Grundlage dieser Ergebnisse für die Durchführung eines Verfahrens aussprechen, entscheidet das dafür zuständige Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung über die Anordnung. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche Anordnung des Verfahrens dürften nach Einschätzung der Dezernentin gegeben sein.

„Wenn es zur Anordnung des Verfahrens kommt, wird es uns mit der Zeit gelingen, auch viele der bisher eher kritischen Eigentümer für die Flurneuordnung zugewinnen“, ist sich Neidhardt sicher. Denn aus ihrer Sicht gibt es sehr vieles, , das für ein solches Verfahren spreche: die hohe finanzielle Förderung und die dadurch geringen Kosten für die Eigentümer ebenso wie die Möglichkeit, die Agrarstruktur zu verbessern und Nutzungskonflikte zu entschärfen.

 


Nachfolgend finden Sie den Bericht des Enzkreises zur Meinungsumfrage :

Bericht des Enzkreises zur Meinungsumfrage

 

 

 


Nachfolgend finden Sie das Ergebnis der Meinungsumfrage :

Auswertung der Meinungsumfrage zur Flurneuordnung